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Leuchtturm-Projekte

Projekt  – Kindergarten

Forschergeist – Projekt „Die Eisenbahn“

Die Kinder und Erzieherinnen des AWO Kindergarten und Familienzentrum Mikado in Meschede haben sich im Herbst 2015 entschlossen, dem Thema „Eisenbahn“ ein Forschungsprojekt zu widmen.

In den folgenden vier Wochen drehte sich im Kindergarten alles um die Eisenbahn. Es wurde gemalt, gebastelt, gebaut, vorgelesen, in den vielen Eisenbahnbüchern aus der Stadtbücherei geschmökert, gesungen – und natürlich geforscht.

Einige Kinder waren noch nie mit der Eisenbahn gefahren. Die Kinder klebten Papierschienen durch den Gruppenraum und spielten in Rollenspielen Schaffner, Lokführer und mit der Eisenbahn fahren. In der Bauecke wurde die Holzeisenbahn wiederentdeckt. Mit Playmobil probierten sie den Holztransport  mit Lkws und Zügen Holztransport aus.

 

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Das Highlight des Eisenbahnprojekts war eine gemeinsame Fahrt mit der Eisenbahn. Die Kinder erlebten Tunnel, Brücken, Bahnhöfe. Schienen und Räder konnten ganz aus der Nähe betrachtet werden und es wurde klar, warum die Räder nicht von den Schienen fallen. Die Kinder durften dem Lokführer bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. „Der hat ja gar kein Lenkrad, sondern lauter Knöpfe und Hebel!“ Sie entwerteten ihre eigenen Fahrkarten und stellten fest, dass es zwar ganz schön humpelig ist, man sich aber gar nicht anschnallen muss.

Carina Bornemann, Gruppenleiterin im MIKADO-Kindergarten, im Interview:

Wie sind Sie auf das Projekt gekommen?

Täglich fährt mehrfach die Eisenbahn am Gelände des Kindergartens MIKADO vorbei. Die Kinder sehen die Züge vom Spielplatz und aus den Gruppenräumen. Im Herbst 2015 stellten sie sich besonders viele Fragen über die Eisenbahn.

Was wollten die Kinder denn erforschen?

Die Kinder hatten einige Fragen, andere entwickelten sich im Projekt, etwa: Wie fährt ein Zug? Wie halten die Waggons zusammen? Wofür braucht die Eisenbahn Gleise? Wie genau sehen die Räder aus? Warum gibt es die Eisenbahn überhaupt? Nach ihren Wünschen befragt, war für alle klar: Zum Bahnhof gehen und mit der echten Eisenbahn fahren!

Wie funktioniert „Forschen“ bei Ihnen?

Das kann sehr verschieden sein. Wie Waggons zusammenhalten, probierten die Kinder in der Bauecke aus. Schnell vermuteten sie, dass sie mit Magneten zusammenhalten, wie bei der Holzeisenbahn. Oder halten sie eher mit Haken wie bei Opas Modelleisenbahn? Am Bahnhof konnten wir dann bei richtigen Zügen gucken, wie es funktioniert, und Experten dazu befragen.

Wie werden vermeintlich schwierigere Themen behandelt?

Mit den älteren Kindern wurde erarbeitet, wie eine Dampfmaschine funktioniert. Dazu hatte sich der Kindergarten das Modell einer Dampfmaschine ausgeliehen. Dampf, das kannten die Kinder vom Kochen. Um Wasserdampf zu bekommen, musste das Wasser ganz heiß sein, überlegten sie weiter. Die Erzieherinnen leiteten sie zu einem Vergleich mit der Dampfmaschine: „Wenn der Wasserdampf einfach in die Luft steigt, ist das so, als ob ihr hier in der Gruppe herum lauft und spielt … aber was ist, wenn ihr alle gleichzeitig in die Puppenecke gehen sollt?“ „Es ist eng.“ „Wir haben keinen Platz.“ „Wir wollen dann raus.“ „Was passiert wohl, wenn der Wasserdampf in dem kleinen Rohr zusammengedrückt wird?“ „Er will wieder raus und drückt.“ Am Dampfmaschinenmodell konnten die Kinder sehen, wie der Dampf durch den Druck das Rad bewegt. Und dass das auch in echt und in groß funktioniert, erlebten die Kinder bei einem Ausflug ins Heimat- und Dampfmuseum Eslohe.

 

Technik AG  – Grundschule

Projektwoche „Brücken bauen“

„Brücken bauen“ – eine Woche lang haben sich die Kinder der Offenen Ganztagsschule der Luziaschule in Meschede-Berge nachmittags diesem Thema gewidmet. Die Kinder brachten Fotos von unterschiedlichen Brücken mit, an denen sie die Vielfalt der Nutzung, der Materialien und der Bauarten erarbeiteten. Erste praktische Erkenntnisse gab es dann in einer „Feldstudie“: Die Hängebrücken auf dem nahegelegenen Spielplatz mussten sich einem Stabilitätstest unterziehen. Und die Straßenbrücken in der Umgebung der Schule dienten der Veranschaulichung des Konzepts „Brücke“ im Unterschied zu Tunnel oder Damm.

Am meisten wurde aber „gebaut“, zunächst Brücken aus einfachen Bauklötzen. Dabei entstanden in den meisten Teams Brücken mit vielen Pfeilern, ähnlich heutigen Autobahnbrücken. Aus den gleichen Bauklötzen sollten dann Brücken über einen „reißenden Fluss“ entstehen. Die Kinder waren sehr erstaunt, wie stabil diese Bogenbrücken waren, speziell, wenn man sie mit weiteren Mauersteinen ergänzte. Dank Spectra-Klassenkisten konnten sie auch spezielle Brückenformen wie Römische Brücken und Leonardobrücken bauen und deren Vor- und Nachteile erforschen.

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Fotos: Monika Reimpell

Wer: Luziaschule Meschede, Offene Ganztagsschule, Klasse 1-4, etwa 25 Kinder
Wann: Januar 2016, eine Woche mit jeweils anderthalb Stunden pro Nachmittag
Leitung: Gabriele Donner (OGS Luziaschule) und Prof. Dr. Monika Reimpell (FH Südwestfalen)