Kleine Forscher im Kindergarten

Projekt – Bau eines Insektenhotels

 

Die Kinder und Erzieherinnen der kath. Kindertagesstätte Haus Bethlehem in Westheim beschlossen Mitte des Jahres 2018 zum Thema „kleine Viechereien“ zu forschen. Dazu unternahmen sie als kleine Forscher zahlreiche Exkursionen in die nahen Wiesen und Wälder, um dort Insekten und kleine Tiere zu beobachten. Die Tiere wurden vorsichtig unter die Lupe genommen und anschließend wieder in die Freiheit entlassen.

Mit Hilfe von Büchern, konnten die Kinder die Namen der kleinen Tiere bestimmen und gleichzeitig rausfinden, welche Nahrung die Tiere zu sich nehmen, wo sie leben, wie sie sich vermehren und vieles mehr. Die älteren Kinder legten sogar eine große Informationstafel von den Tieren an, um jeder Zeit nochmal darauf schauen zu können.

So wurde manch seltenes Tier entdeckt. Besonders interessant war der Tigerschnegel, eine seltene heimische Nacktschnecke.

Irgendwann kam bei den Kindern die Frage auf, was ist, wenn es immer weniger Natur gibt und besonders die  Insekten nicht mehr genügend Lebensraum haben. Es folgten Gespräche über das Bienensterben und die daraus resultierenden Folgen für die Menschen. So kamen die Kinder auf die Idee eine Behausung für zumindest eine Tierart zu bauen, ein Insektenhotel für, wie der Name schon sagt, die Insekten. Bei weiteren Ausflügen in die Natur wurden abgestorbene Äste, Schilf, Kiefern- und Tannenzapfen, sowie unbewohnte Schneckenhäuser und vieles mehr gesammelt. Eine große Kiste wurde, für die Sammelaktion von Naturmaterialien, in den Eingang der Kita gestellt.

Schließlich ging es an die genauere Planung des Insektenhotels, hier war Irina Wolf federführend, die sich auf diesem Gebiet schon erprobt hat. Sie besorgte die noch notwendigen Materialien. Das Holz für den Korpus spendete die Firma Holz Tuschen. Alle anderen noch benötigten Materialien sponserte der Förderverein Westheim. Die Kinder bereiteten mit den Erzieherinnen alles für den Bau des Insektenhotels vor. Besonders beliebt war das Streichen der Bretter. Bei einer Vater-Kind-Aktion wurde das Insektenhotel gebaut.  An vier Stationen konnten Väter und Kita-Riesen arbeiten. Es wurden Äste, Bambusstäbe usw. auf Länge geschnitten und gebündelt.

Außerdem wurden in unterschiedliche Materialien wie Baumscheiben oder Ytong Steine viele Löcher für die Insekten gebohrt. An einer weiteren Station wurde der Korpus des Insektenhotels zusammengebaut. Die Kinder liebten es die Tontöpfe bunt zu bemalen und mit Tannenzapfen und Stroh zu befüllen, um sie später ans Insektenhotel zu hängen.

Nach knapp 2 Stunden waren die Vorarbeiten geschafft und es war Zeit für eine Stärkung. Bei Grillwürstchen und leckeren Salaten genossen alle die gemeisame Pause. Anschließend wurden alle  Utensilien und der Korpus des Insektenhotels auf einen Anhänger verladen, der Kita-Platz aufgeräumt, bevor es mit allen Aktiven zum Parkplatz am Meierberg ging. Dort sollte das Insektenhotel seinen Platz finden. Einige Väter hatten schon unterhalb der Wochen die Stützen für das „Hotel“ einbetoniert, sodass dieses dort nur noch aufgestellt und  verschraubt werden musste. Dann erfolgte die eigentliche Aufgabe, die Befüllung des Insektenhotels. Da wurde jede fleißige Hand gebraucht, um die vorbereiteten Materialien zu platzieren, zu befestigen und die Fächer des Hotels zu füllen. Es passt eine ganze Menge Material in ein Insektenhotel!!

Endlich war es geschafft und der Maschendraht konnte zum Schutz auf beiden Seiten des Hotels festgetackert werden. Herr Franz-Josef Weiffen kam vom Förderverein mit Getränken vorbei und bedankte sich bei allen für ihren Einsatz. Ebenso bedankte sich die Leiterin der Kita Haus Bethlehem bei allen Helfern und Spendern, ohne die so ein Projekt nicht möglich gewesen wäre.

 

 

Fotos und Bericht von Ursula Koch.


 

Projekt  – Kindergarten

Forschergeist – Projekt „Die Eisenbahn“

Die Kinder und Erzieherinnen des AWO Kindergarten und Familienzentrum Mikado in Meschede haben sich im Herbst 2015 entschlossen, dem Thema „Eisenbahn“ ein Forschungsprojekt zu widmen.

In den folgenden vier Wochen drehte sich im Kindergarten alles um die Eisenbahn. Es wurde gemalt, gebastelt, gebaut, vorgelesen, in den vielen Eisenbahnbüchern aus der Stadtbücherei geschmökert, gesungen – und natürlich geforscht.

Einige Kinder waren noch nie mit der Eisenbahn gefahren. Die Kinder klebten Papierschienen durch den Gruppenraum und spielten in Rollenspielen Schaffner, Lokführer und mit der Eisenbahn fahren. In der Bauecke wurde die Holzeisenbahn wiederentdeckt. Mit Playmobil probierten sie den Holztransport  mit Lkws und Zügen Holztransport aus.

 

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Das Highlight des Eisenbahnprojekts war eine gemeinsame Fahrt mit der Eisenbahn. Die Kinder erlebten Tunnel, Brücken, Bahnhöfe. Schienen und Räder konnten ganz aus der Nähe betrachtet werden und es wurde klar, warum die Räder nicht von den Schienen fallen. Die Kinder durften dem Lokführer bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. „Der hat ja gar kein Lenkrad, sondern lauter Knöpfe und Hebel!“ Sie entwerteten ihre eigenen Fahrkarten und stellten fest, dass es zwar ganz schön humpelig ist, man sich aber gar nicht anschnallen muss.

Carina Bornemann, Gruppenleiterin im MIKADO-Kindergarten, im Interview:

Wie sind Sie auf das Projekt gekommen?

Täglich fährt mehrfach die Eisenbahn am Gelände des Kindergartens MIKADO vorbei. Die Kinder sehen die Züge vom Spielplatz und aus den Gruppenräumen. Im Herbst 2015 stellten sie sich besonders viele Fragen über die Eisenbahn.

Was wollten die Kinder denn erforschen?

Die Kinder hatten einige Fragen, andere entwickelten sich im Projekt, etwa: Wie fährt ein Zug? Wie halten die Waggons zusammen? Wofür braucht die Eisenbahn Gleise? Wie genau sehen die Räder aus? Warum gibt es die Eisenbahn überhaupt? Nach ihren Wünschen befragt, war für alle klar: Zum Bahnhof gehen und mit der echten Eisenbahn fahren!

Wie funktioniert „Forschen“ bei Ihnen?

Das kann sehr verschieden sein. Wie Waggons zusammenhalten, probierten die Kinder in der Bauecke aus. Schnell vermuteten sie, dass sie mit Magneten zusammenhalten, wie bei der Holzeisenbahn. Oder halten sie eher mit Haken wie bei Opas Modelleisenbahn? Am Bahnhof konnten wir dann bei richtigen Zügen gucken, wie es funktioniert, und Experten dazu befragen.

Wie werden vermeintlich schwierigere Themen behandelt?

Mit den älteren Kindern wurde erarbeitet, wie eine Dampfmaschine funktioniert. Dazu hatte sich der Kindergarten das Modell einer Dampfmaschine ausgeliehen. Dampf, das kannten die Kinder vom Kochen. Um Wasserdampf zu bekommen, musste das Wasser ganz heiß sein, überlegten sie weiter. Die Erzieherinnen leiteten sie zu einem Vergleich mit der Dampfmaschine: „Wenn der Wasserdampf einfach in die Luft steigt, ist das so, als ob ihr hier in der Gruppe herum lauft und spielt … aber was ist, wenn ihr alle gleichzeitig in die Puppenecke gehen sollt?“ „Es ist eng.“ „Wir haben keinen Platz.“ „Wir wollen dann raus.“ „Was passiert wohl, wenn der Wasserdampf in dem kleinen Rohr zusammengedrückt wird?“ „Er will wieder raus und drückt.“ Am Dampfmaschinenmodell konnten die Kinder sehen, wie der Dampf durch den Druck das Rad bewegt. Und dass das auch in echt und in groß funktioniert, erlebten die Kinder bei einem Ausflug ins Heimat- und Dampfmuseum Eslohe.

 


 

Technik AG  – Grundschule

Projektwoche „Brücken bauen“

„Brücken bauen“ – eine Woche lang haben sich die Kinder der Offenen Ganztagsschule der Luziaschule in Meschede-Berge nachmittags diesem Thema gewidmet. Die Kinder brachten Fotos von unterschiedlichen Brücken mit, an denen sie die Vielfalt der Nutzung, der Materialien und der Bauarten erarbeiteten. Erste praktische Erkenntnisse gab es dann in einer „Feldstudie“: Die Hängebrücken auf dem nahegelegenen Spielplatz mussten sich einem Stabilitätstest unterziehen. Und die Straßenbrücken in der Umgebung der Schule dienten der Veranschaulichung des Konzepts „Brücke“ im Unterschied zu Tunnel oder Damm.

Am meisten wurde aber „gebaut“, zunächst Brücken aus einfachen Bauklötzen. Dabei entstanden in den meisten Teams Brücken mit vielen Pfeilern, ähnlich heutigen Autobahnbrücken. Aus den gleichen Bauklötzen sollten dann Brücken über einen „reißenden Fluss“ entstehen. Die Kinder waren sehr erstaunt, wie stabil diese Bogenbrücken waren, speziell, wenn man sie mit weiteren Mauersteinen ergänzte. Dank Spectra-Klassenkisten konnten sie auch spezielle Brückenformen wie Römische Brücken und Leonardobrücken bauen und deren Vor- und Nachteile erforschen.

Fotos: Monika Reimpell

Wer: Luziaschule Meschede, Offene Ganztagsschule, Klasse 1-4, etwa 25 Kinder
Wann: Januar 2016, eine Woche mit jeweils anderthalb Stunden pro Nachmittag
Leitung: Gabriele Donner (OGS Luziaschule) und Prof. Dr. Monika Reimpell (FH Südwestfalen)

Ihr Ansprechpartner

Patrick Hübner

Telefon: 0291/9910-4143

Bürotage: Di & Do

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